Imaginäre Körperreisen
Wie ich gelernt habe, meinem Körper wieder zuzuhören
Die Imaginären Körperreisen begleiten mich nun schon eine ganze Weile. Meine größte und Erfahrung mit ihnen war, dass ich meine beidseitige Hüftoperation vorbereitet habe. Lange Zeit wollte ich die Operation am liebsten vermeiden und habe alles mögliche ausprobiert. Die Beschwerden haben sich weiter verschlimmert. Als ich dann schließlich einen Operationstermin vereinbart hatte, habe ich mich mit den Imaginären Körperreisen darauf vorbereitet. Ich habe einen inneren Ort der Heilung gefunden, an dem auch eine innere Heilerin nur für mich da war. Das hat mir sehr viel Sicherheit und Vertrauen gegeben.
Was sind überhaupt Imaginäre Körperreisen?
Die Imaginären Körperreisen wurden von Sabine Fruth entwickelt. Bei einer Körperreise begleite ich einen Menschen mit meiner Stimme dabei, die Aufmerksamkeit nach innen zu richten und sich einen Weg in den eigenen Körper vorzustellen. Wir wenden uns einer bestimmten Körperstelle zu und erkunden mit inneren Bildern, was dort auftaucht. Vielleicht zeigt sich ein Raum, eine Landschaft, ein Gegenstand oder ein ganz anderes Bild. Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch. Jeder Mensch erlebt seine eigene, ganz persönliche Reise.
Die entstehenden Bilder können helfen, Empfindungen besser zu verstehen, neue Zusammenhänge zu entdecken und ungewohnte Perspektiven auf das eigene Erleben zu gewinnen. Manchmal zeigen sich dabei auch eigene Stärken, hilfreiche Ideen oder neue Möglichkeiten, mit einer Situation umzugehen.
Das Besondere an den Imaginären Körperreisen ist, dass wir nicht alles durch Nachdenken und Analysieren lösen müssen. Wir lassen innere Bilder entstehen, erkunden sie neugierig und schauen, was wir daraus für uns mitnehmen können.
Was schätze ich daran als Therapeutin?
Wenn sich Klientinnen und Klienten auf Imaginäre Körperreisen einlassen, erhalten sie manchmal Zugang zu Möglichkeiten und Fähigkeiten, die sie im Alltag nicht haben. In der Phantasie ist alles erlaubt und alles möglich. Ich durfte als Therapeutin schon sehr berührende Prozesse begleiten, in denen schwere Themen eine Leichtigkeit bekamen. Es ist zum Beispiel jederzeit möglich, sich innere Helferwesen dazu zu holen. Und dadurch, dass Themen auch rein symbolisch bearbeitet werden können, muss niemand sich direkt mit schwierigen Erfahrungen aus der Vergangenheit auseinandersetzen. Es gibt viele Möglichkeiten, innerlich die genau richtige Distanz herzustellen. Manchmal nehmen die Klientinnen eine Fernbedienung in die Hand.
Mit den Imaginären Körperreisen habe ich schon Lösungen erlebt, die wir durch "bloßes Reden" nie gefunden hätten.
Was ich selbst mit den Imaginären Körperreisen erfahren habe
Während meiner Ausbildung für die Imaginären Körperreisen war ich selbst viel als Körperreisende unterwegs. Ich habe meinen inneren Wohlfühlort gefunden und den Raum, in dem all meine Fähigkeiten versammelt sind. Außerdem habe ich einiges verabschieden dürfen, was gar nicht zu mir gehört hat. Das habe ich mit der Vorstellung gemacht, einen Glaubenssatz zurück an den Urheber zu schicken. Insgesamt gesehen sind die Imaginären Körperreisen für mich eine Methode, die mich mehr zu mir gebracht hat.
Insbesondere vor der OP gab es viele Stimmen von außen, die zu wissen glaubten, was jetzt richtig für mich sei. Die Bandbreite reichte von "auf jeden Fall operieren und zwar schnell" hin zu "auf keinen Fall operieren, erst mal X, Y und Z ausprobieren!"
In einem Gespräch mit Sabines Mitarbeiterin Beatrix Helali erzähle ich ausführlich, was ich mit den Körperreisen rund um meine Hüft-OP erfahren habe.
Wichtig ist, dass Sie zuerst Distanz schaffen. Zum Beispiel könnten Sie ein Fenster öffnen und ein paar tiefe Atemzüge nehmen. Oder Sie könnten um eine kleine Auszeit oder Bedenkzeit bitten. Im Folgenden betrachten Sie Ihre Handlungsoptionen und die Rahmenbedingungen. Hier können Fragen helfen wie: Welches Ziel möchte ich erreichen? Welche Vorgaben gibt es von außen? Was kann ich an der Situation verändern? Welche Handlungsoptionen habe ich mit welchen möglichen Folgen?
Und dann treffen Sie Ihre Entscheidung! Das ist sehr wichtig. Befragen Sie auch Ihr Bauchgefühl. Machen Sie sich bewusst, dass Sie Ihre Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen getroffen haben. Dann gehen Sie durch die stressige Situation, so gut es eben geht.
3. Bewältigen Sie den Stress aktiv
Tiere gehen mit Stress intuitiv um: Sie bauen ihn aktiv ab, zum Beispiel indem sie sich schütteln. Wir Menschen übergehen diese wichtige Phase oft. Das führt dazu, dass der Stress im Körper bleibt. Dies kann auf Dauer krank machen. Sorgen Sie also – gerade in stressigen Lebensphasen - für Pausen und Erholung und tun Sie Dinge, die Ihnen guttun. Schaffen Sie sich in Ihrem Alltag Ihre kleinen Erholungs-Oasen, in denen Sie wieder auftanken können.
Außerdem kann es hilfreich sein, die Situation im Nachhinein zu analysieren. Was ist gut gelaufen? Welchen Anteil hatte ich daran? Wie kann ich das noch verstärken? Und was kann ich daraus lernen?
Oft gibt es bestimmte Muster, die sich wiederholen. In viele Stressfallen tappen wir immer wieder. Zum Beispiel kann es sein, dass Sie immer wieder selbstverschuldet in Zeitnot geraten. Dann könnte es helfen, sich besser zu organisieren und ein effektives Zeitmanagement zu etablieren. Indem Sie Ihre persönlichen Stressfallen analysieren und Schritt für Schritt entschärfen, kann es Ihnen gelingen, besser mit Stress umzugehen.
Der Ausstieg ist deswegen schwierig, weil unter Stress fest eingefahrene Verhaltensmuster ablaufen. Um diese zu durchbrechen, ist es wichtig, sich selbst kennenzulernen. Dies kann zum Beispiel durch Achtsamkeitsübungen und Meditation gelingen. Auch das gute, alte Tagebuch kann hier bei der Selbstreflexion helfen. Achtung, hier wartet schon die nächste Stressfalle! Es ist entscheidend, mit welcher innerer Haltung Sie sich selbst beobachten. Lauern Sie auf Fehler? Oder wollen Sie es allen recht machen? Günstig ist eine wertschätzende und liebevolle Haltung sich selbst gegenüber.
Dasselbe gilt natürlich auch, wenn Sie Ihre eingefahrenen Denk- und Verhaltensmuster ändern möchten. Hier empfehle ich außerdem, das neue Verhalten oder Denken erst einmal in relativ harmlosen Situationen zu üben. Probieren Sie hier aus, innerlichen Abstand zu gewinnen. Experimentieren Sie mit verschiedenen Methoden und finden Sie die, die am besten zu Ihnen passen. Und üben Sie, bewusste Entscheidungen zu treffen. Wenn Sie merken, dass Ihnen dies schwerfällt, versuchen Sie dies zunächst anzunehmen und für später zu notieren. Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie sich dann aktiv damit beschäftigen.
Machen Sie jetzt den ersten Schritt
Wie wäre es, wenn Sie jetzt sofort Ihre kleine persönliche Erholungsinsel im Alltag schaffen und fest im Kalender verankern würden? Das kann der wöchentliche Saunabesuch sein oder ein Tanzkurs. Achten Sie darauf, dass es ein Gegengewicht zu Ihrem Alltag ist. Wenn der eher laut und hektisch ist, brauchen Sie vielleicht eher Ruhe. Hier wäre dann ein Qigong-Kurs oder regelmäßige Meditation hilfreich.
Wenn Sie noch tiefer in diese Materie einsteigen möchten, hinterlassen Sie mir hier Ihre E-Mail-Adresse. Dann informiere ich Sie über mein nächstes kostenloses Webinar zu diesem Thema.